____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Hufe
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Die Hufe, in SĂŒddeutschland und in der Schweiz Hube bzw. dialektal Hueb, bezeichnet sowohl die Hofstelle, das Eigentumsrecht und die Nutzungsrechte an der Allmende, die einem Mitglied der bĂ€uerlichen Gemeinde zustanden, als auch die von ihm bewirtschaftete FlĂ€che (siehe auch Hubengut).
Daher ist sie auch ein FlĂ€chenmaĂ, regional sehr unterschiedlich groĂ, entsprechend der örtlichen BodenschĂ€tzung (Bonitierung), also der Ertragsleistung der Böden. Insofern ist sie auch ein MaĂ fĂŒr die Wirtschaftsleistung eines landwirtschaftlichen Betriebes. Die Hufe entsprach etwa der GrundgröĂe, die nötig ist, einer Bauernfamilie ein Auskommen zu gewĂ€hrleisten. Damit sind die unterschiedlichen lokalen wie zeitlichen Definitionen der Hufe auch eine wichtige historisch-agrarsoziologische KenngröĂe.
Contents
⹠FrÀnkische Hufe
âą Sonstiges
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichtliche Bedeutung der Hufe
âDas Wort Hufe bezeichnet ein landwirthschaftliches Gut, welches mit einem Pfluge bestellt werden kann und demnach der Arbeitskraft einer Familie entsprichtâcite-ref-1[1] und diese ernĂ€hrte. Die korrelative FlĂ€che wurde vom Anfang des 9. bis ins 19. Jahrhundert hinein meist auf rund 30 Morgen veranschlagt. GroĂbauern konnten mit Hilfe von vielen Knechten und mehreren Zugtiergespannen auch 60 oder gar 120 Morgen bewirtschaften. (Siehe auch: GroĂhufe bzw. Königshufe)
Der Morgen selbst war regional und je nach Bodenbeschaffenheit von unterschiedlicher GröĂe. Mit der Erfindung des Widerrist-Joches im Hochmittelalter sowie spĂ€ter durch die Verwendung des Kummets wuchs die Pflugleistung der Zugtiere erheblich. Im SĂŒden und Westen Deutschlands war der Morgen, wohl auch aus topographischen GrĂŒnden, im Allgemeinen etwas kleiner. Er lag hier zumeist nur zwischen 20 und 40 Ar. In der norddeutschen Ebene und den Gebieten mit sandigen Böden des Nordens und des Ostens konnte der Morgen auch zwischen 50 und bis ĂŒber 75 Ar betragen. Die hörigen und leibeigenen Bauern waren nicht EigentĂŒmer der AckerflĂ€chen, die sie bewirtschafteten, weshalb die der Hufe entsprechende FlĂ€che mancherorts auch als Lahn, also als Lehen, bezeichnet wurde.
Im Heiligen Römischen Reich spielte der Begriff der Hufe insbesondere auch in der deutschen Ostsiedlung eine wichtige Rolle. Die Hufe entsprach im Zuge dieser Kolonisierung weitgehend unbewohnter Gebiete einer StandardflĂ€che, die den neu ankommenden Bauern als Lehen oder als zu erwerbender Besitz (als Hufenland) angeboten wurde. Hufen wurden vom Landesherren nicht nur Bauern verliehen, sondern auch Lokatoren, Schulzen (Schulzenhufe) und ritterlichen Grundbesitzern (Ritterhufe), und daneben auch zum Unterhalt von Kirche und Pfarrer bestimmt (Kirchen- bzw. Pfarrhufe). Pro Hufe waren bestimmte Abgaben festgelegt (Bede, Pacht, Zins), die in Urbaren wie z. B. dem Landbuch Karls IV. verzeichnet waren.cite-ref-lb1375-einfuehr-2-0[2] Die Kirchenhufen waren in der Regel durch Herrschende oder wohlhabende Privatpersonen gestiftetes Land, das einer Zweckbindung unterlag. Es diente dazu, Kirchen zu bauen und zu unterhalten und wird im 12. Jahrhundert auch zur Gemeindearbeit eingesetzt. Die Pfarrhufen dienten dazu, den Lebensunterhalt des Priesters (bzw. nach der Reformation des Pastors) zu finanzieren. UrsprĂŒnglich bewirtschaftete der Priester dabei das Land selbst. Standen ihm viele Pfarrhufen zur VerfĂŒgung, konnte er auch einen PfarrpĂ€chter einsetzen und von den Pachteinnahmen leben. In den meisten Landeskirchen wurde nach dem Ersten Weltkrieg das Pfarrland verpachtet. Die Erlöse gingen in einen Pfarrbesoldungsfonds, aus dem wiederum die Geistlichen bezahlt wurden.cite-ref-3[3]
Kleinere BauerngutsgröĂen waren die Dreiviertel-, Halbhufe oder Ă€hnlich (der entsprechende Teil einer regionalen Hufe). Dabei handelte es sich bei den Angesiedelten nicht um Vollbauern mit allen Rechten der Altgemeinde, sondern um Kleinbauern. Damit unterschieden sich diese von den HĂ€uslern (Handwerkern), deren Grundbesitz sich auf das Land beschrĂ€nkte, auf dem ihr Haus und ein zugehöriger Nutzgarten lagen.
Auch im Westen hatten solche neuen DorfgrĂŒndungen in der so genannten Binnenkolonisierung stattgefunden, zum Beispiel bei Verkleinerungen von Meierhöfen, insbesondere aber nach Neurodungen herrschaftlicher WĂ€lder. Siehe dazu auch: Waldhufendörfer.
Die neu entstandenen Höfe wurden anfangs einheitlich nach der ursprĂŒnglichen, standardisierten HufengröĂe besteuert. Im Osten, wo die Neusiedelung lĂ€nger andauerte, war dies noch sehr lange die gĂ€ngige Regel. Im SĂŒden, Westen und Norden aber, wo die Urbarmachung landwirtschaftlicher FlĂ€chen sehr viel frĂŒher so gut wie abgeschlossen war, wurden zur Besteuerung dann fast ausnahmslos die kleineren Einheiten Morgen, Joch oder Acker herangezogen, da die tatsĂ€chlichen HofgröĂen selbst dort, wo sie ursprĂŒnglich gleich waren, sich durch ZukĂ€ufe, Erbteilungen und Zusammenlegungen erheblich verĂ€ndert hatten. Genau deshalb blieb die Hufe als ein legales FlĂ€chenmaĂ bis ins 19. Jahrhundert hier nur selten erhalten. Der Begriff der Hufe bzw. Hube bezeichnete dann nur noch einen Vollerwerbsbetrieb unterschiedlicher FlĂ€che.
Lateinisch entspricht dem Begriff der Hufe das lateinische Wort mansus sowie ab dem 12. Jahrhundert auch das latinisierte deutsche Wort Huba, wobei mansus eher das oder die GebĂ€ude (vgl. Manoir, Manor) bezeichnet, Huba eher die FlĂ€che. Die Wörter Hube und Hufe sind von Althochdeutsch hoba, huoba, huopa ĂŒber Mittelhochdeutsch huobe abgeleitet,cite-ref-4[4] ebenso Hof. Regional sagt man statt Hube auch Hueb oder Huebm. In vielen deutschen Familiennamen wirkt der Begriff der Hufe bzw. Hube bis heute fort, etwa Hufner (HĂŒfner), Huemer; Huber, HĂŒber, HĂŒbner, HĂŒbener, Hubbauer und viele andere mehr, in Bezug auf Ansiedlung auch Neuhuber und Ă€hnliches.
In anderen europĂ€ischen LĂ€ndern gab es der Hufe entsprechende Einheiten. Die Ă€lteste englische FlĂ€cheneinheit ist der Oxgang, die englische Kleinhufe. Dieses metrologische Referenzfeld stand bei der Definition der englischen FlĂ€chen- und LĂ€ngenmaĂe bezĂŒglich der Werte des römischen MaĂsystems Pate. Das Wort Oxgang selbst ist dĂ€nisch-normannischen Ursprungs. Es taucht in England bald nach 1066 auf und bezeichnet ein saisonales Joch. Es entspricht also derjenigen AckerflĂ€che, die ein einziges Ochsengespann im FrĂŒhjahr beim PflĂŒgen bewĂ€ltigen kann. Im osteuropĂ€ischen, slawischen Raum steht zumeist der Begriff Lahn (zu Lehen), zum Beispiel tschechisch LĂĄn, polnisch Ćan, ukrainisch ĐĐ°Đœ, synonym fĂŒr die FlĂ€che des HufenmaĂes, da ihre Besitzer nicht ĂŒber den Status des Freibauern verfĂŒgten.
FrÀnkische Hufe
Die frĂ€nkische Hufe war eine festgelegte AgrarflĂ€che, die seit dem neunten Jahrhundert im FrĂ€nkischen Reich sowie spĂ€ter im Heiligen Römischen Reich bei DorfneugrĂŒndungen den Neubauern als StandardflĂ€che zugewiesen wurde. Dabei erachtete man es als vorteilhaft, die Hufen als sehr lange und relativ schmale FlĂ€chen (Streifenfluren) auszugestalten. Die neu gegrĂŒndeten Dörfer sind so genannte Reihendörfer, in denen rechts und links einer zentralen Achse, z. B. einer StraĂe oder eines FlieĂgewĂ€ssers, die jeweiligen HofgebĂ€ude im Abstand von ca. 50â100 Meter beieinander stehen. Dahinter besaĂ jede Bauernfamilie ihre bis zu fast zweieinhalb Kilometer lange, aber nicht sehr breite AgrarflĂ€che, bestehend aus GemĂŒse- und ObstgĂ€rten, Wiesen, Feldern und schlieĂlich auch Wald. Siehe als Beispiel die Karte rechts des Hufendorfes Schönbrunn. Sollte die FlĂ€che der zugewiesenen Streifen aus topografischen GrĂŒnden etwas kleiner gewesen sein als die volle Hufe, so wurde das in sogenannten Ausgleichsfeldern kompensiert. Diese lagen aber gegebenenfalls etwas weiter entfernt von der zusammenhĂ€ngenden GehöftsflĂ€che gleich hinter dem Haus.
Die frĂ€nkische Königshufe beinhaltete zunĂ€chst 120 frĂ€nkische Acker. Der alte frĂ€nkische Acker ist ein Feld von 360 Ă 120 frĂ€nkischen FuĂ, gleich 12 Ă 4 frĂ€nkischen Königsruten. Die frĂ€nkische Königsrute misst 30 FuĂ. Der frĂ€nkische FuĂ ist der gleiche, der in der Stadt NĂŒrnberg bis ins 19. Jahrhundert hinein verwendet wurde und zirka 303 7â8 Millimeter misst.cite-ref-5[5] Diese erste, ursprĂŒngliche Königsrute maĂ also knapp 9,12 Meter. Die Metrologen der ersten frĂ€nkischen Könige und Kaiser hatten dieses MaĂ aber natĂŒrlich nicht âfrei erfundenâ, sondern es stand, wie immer in der alten Metrologie, in Verbindung mit anderen bekannten, noch Ă€lteren MaĂen. Der frĂ€nkische FuĂ ist nicht zu verwechseln mit dem sogenannten karolingischen FuĂ. Letzterer wurde anfangs vor allem in den Rheinlanden praktiziert, weshalb er gemeinhin auch oft einfach nur als Rheinischer FuĂ bezeichnet wird. Ersterer, der frĂ€nkische FuĂ, hingegen ist ĂŒber den agilolfingisch-bayrischen FuĂ von dem seit der Römerzeit bis ins 19. Jahrhundert in der ehemaligen römischen Provinzhauptstadt Augsburgcite-ref-6[6] bewahrten römischen FuĂ hergeleitet.
khDie frĂ€nkischen Hufen wurden nach der frĂ€nkischen Rute zunĂ€chst folgendermaĂen definiert:
| FrÀnkische Hufen | Definition | Rute 2 | Quadratrute __________ Quadratfuà | Ratio | Hektar |
|---|---|---|---|---|---|
| FrÀnkische Königshufe | 120 Acker | 5760 | idem | 4 | 47,873 |
| FrĂ€nkische GroĂhufe | 0 60 Acker | 2880 | idem | 2 | 23,936 |
| FrÀnkische Landhufe | 0 30 Acker | 1440 | 900 (= 30 à 30) | 1 | 11,968 |
| FrĂ€nkische Kleinhufe | 0 15 Acker | 0 720 | idem | œ | 0 5,984 |
| Das frĂ€nkische AckermaĂ ist ein Feld von 360 Ă 120 NĂŒrnberger FuĂ, gleich 39,8734 Ar. | Das frĂ€nkische AckermaĂ ist ein Feld von 360 Ă 120 NĂŒrnberger FuĂ, gleich 39,8734 Ar. | Das frĂ€nkische AckermaĂ ist ein Feld von 360 Ă 120 NĂŒrnberger FuĂ, gleich 39,8734 Ar. | Das frĂ€nkische AckermaĂ ist ein Feld von 360 Ă 120 NĂŒrnberger FuĂ, gleich 39,8734 Ar. | Das frĂ€nkische AckermaĂ ist ein Feld von 360 Ă 120 NĂŒrnberger FuĂ, gleich 39,8734 Ar. | Das frĂ€nkische AckermaĂ ist ein Feld von 360 Ă 120 NĂŒrnberger FuĂ, gleich 39,8734 Ar. |
krTatsÀchlich wurden aber im Laufe der Zeit drei Königsruten verschiedener LÀnge zur Vermessung der frÀnkischen Königshufe verwendet, wobei deren GesamtflÀche aber stets gleich blieb.
âą Die frĂ€nkische Königsrute ist sehr alt und misst etwa 9,12 Meter. Ihre LĂ€nge betrĂ€gt 30 frĂ€nkische FuĂ. Im Zusammenhang mit der Königshufe wurde sie bald von den beiden folgenden Königsruten abgelöst. Die frĂ€nkische 15-FuĂ-Rute aber blieb bis in die Neuzeit hinein gebrĂ€uchlich.
âą Die sĂ€chsische Königsrute wurde schon sehr frĂŒh von den sĂ€chsischen Liudolfingern zur Vermessung der frĂ€nkischen Königshufe verwendet. Sie ist ebenfalls eine 30-FuĂ-Rute und misst knapp 8,60 Meter. Sie misst gleich zwei sĂ€chsische Feldmesserruten,cite-ref-7[7] wie sie in Sachsen bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein verwendet wurde. Seit der Zeit der sĂ€chsischen Ottonen sollten die Dimensionen der frĂ€nkischen Königshufe nunmehr eine LĂ€nge von 270 und eine Breite von 24 Königsruten besitzen.cite-ref-8[8] Dies aber war mit der alten Definition zu 5760 Quadratruten nicht zu erreichen. Die MaĂrute musste also modifiziert werden. Die GesamtflĂ€che sollte aber die gleiche bleiben. Das wurde dadurch erreicht, indem der ursprĂŒngliche frĂ€nkische FuĂ zu etwa 303 7â8 mm, mit dem Faktor (2â2 / 3 â) 0,94281 multipliziert wurde. Der neugewonnene sĂ€chsische KönigsfuĂ der Vermesserrute misst daher etwa 286 1â2 mm. Dieser ottonische SachsenfuĂ verbreitete sich im ganzen Reich; so beispielsweise nach Hamburgcite-ref-9[9] oder nach auch Stuttgartcite-ref-10[10] und blieb dort jeweils offiziell bis zur Annahme des metrischen Systems im 19. Jahrhundert. 30 alte sĂ€chsische FuĂ misst die sĂ€chsische Königsrute. 15 alte sĂ€chsische FuĂ misst die sĂ€chsische Feldmesserrute.
âą Die salische Königsrute ist schon seit Anfang des 12. Jahrhunderts attestiert. Sie misst als 30-FuĂ-Rute knapp 9,42 Meter, als 15-FuĂ-Rute also knapp 4,71 Meter. Durch eine alte Handschrift von 1106, also noch unter den letzten Saliern, ist belegt, dass seit dieser Zeit, eine noch lĂ€ngere und noch schmalere Königshufe bevorzugt wurde. Sie sollte nun 720 Königsruten lang und derer nunmehr 30 breit sein.cite-ref-11[11] Jedoch legten auch die salischen Könige, wie zuvor die sĂ€chsischen, Wert darauf, die ursprĂŒngliche GesamtflĂ€che der Königshufe nicht zu modifizieren. Um dieses zu bewerkstelligen, musste der neue salische FuĂ mit dem alten frĂ€nkischen, also dem NĂŒrnberger FuĂ, in der Ratio 12 : (3â15) stehen. Der dreiĂigste Teil dieser Königsrute, bzw. der fĂŒnfzehnte Teil der königlichen Halb-Rute, ist der salische FuĂ. Der salische FuĂ ist identisch mit dem preuĂischen FuĂ. Noch im 18. und 19. Jahrhundert galt dieser offiziell in PreuĂen.cite-ref-12[12] Der preuĂische FuĂ ist also ostfrĂ€nkischen Ursprungs. Entgegen vielen Behauptungen, vor allem seitens preuĂischer Metrologen, ist der preuĂische FuĂ aber nicht identisch mit dem alten rheinischen FuĂ. Letzterer ist mit westfrĂ€nkischen MaĂen verwandt und geringfĂŒgig kĂŒrzer als der erstere.
waWichtige Anmerkung: In den mittelalterlichen Handschriften, sowie auch in den verschiedenen metrologischen Veröffentlichungen der Neuzeit, ist die Definition der Königsrute in FuĂ uneinheitlich. Meist wird sie als Doppelrute zu 30 FuĂ angegeben, zuweilen aber auch nur als 15 FuĂ messende (Drei-Doppelschritt-)Rute definiert. Dieser Artikel hier trĂ€gt jener begrifflichen Zweideutigkeit insofern Rechnung, indem er die Königsrute im Folgenden regelmĂ€Ăig als 30-FuĂ-Rute annimmt, wohl wissend, dass diese âköniglichen Doppelruten-Rutenâ tatsĂ€chlich wohl nur auf dem Papier standen. Die Ruten sind ja eben nicht nur ein theoretisches MaĂ, sondern vor allem auch ein sehr konkretes MessgerĂ€t der Landvermesser im Feld. In Praxis aber konnten letztere mit so unhandlichen, bis ĂŒber neun Meter langen, theoretischen Königsruten gar nicht oder nur sehr beschwerlich arbeiten, weshalb sie in solchen FĂ€llen dann regelmĂ€Ăig auf die entsprechende Halb-Rute zurĂŒckgriffen. Beim Quellenstudium muss diese Mehrdeutigkeit unbedingt beachtet werden.
Ăbersicht der drei verschiedenen Königsruten, in denen die frĂ€nkischen Hufen sukzessive vermessen wurden:
| Königsrute | | N Ă FuĂ in Pariser Linien | | Ruten in Meter | RutenÂČ (K.-hufe) | | FlĂ€che (Königshufe) | exakte Rutenratio | glatte Rutenratio | âglatter Fehlerâ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FrÀnkische Königsrute | = | 30 à 134,67784 | = | 9,11662 m | 5760 | = | 47,87295 ha | 1 : 1 {\displaystyle 1\colon 1} | 1 : 1 | 0,0000 % |
| SĂ€chsische Königsrute | = | 30 Ă 126,98196 | = | 8,59523 m | 6480 | = | 47,87295 ha | 1 : 2 â
2 3 {\displaystyle 1\colon {\dfrac {2\cdot {\sqrt {2}}}{3}}} | 33 : 35 | - 0,0051 % |
| Salische Königsrute | = | 30 Ă 139,13000 | = | 9,41560 m | 5400 | = | 47,87295 ha | 1 : 12 â
3 15 {\displaystyle 1\colon {\dfrac {12\cdot {\sqrt {3}}}{15}}} | 11 4 : (3 4 Ă 5 2 Ă 7) | - 0,0077 % |
Das in der salischen Königsrute enthaltene FuĂmaĂ ist gleich dem preuĂischen FuĂ, wie es bereits Walter Heinich in seinen Forschungsarbeiten zur Königshufecite-ref-khufe-13-0[13] richtig vermerkte. Der NĂŒrnberger FuĂ aber hat keine offizielle, gesetzliche Umrechnung. Die Dresdner Feldmesserrute wurde, neuzeitlich, als genau 182 neue sĂ€chsische Zoll messend definiert, wobei es notwendigerweise (182 beinhaltet die Primzahl 91) zu Rundungen kam. In den beiden obigen Tabellen wurde deshalb der frĂ€nkische bzw. der sĂ€chsische Wert der betreffenden Königsrute, ausgehend vom legalen Wert des preuĂischen FuĂes, gleich 139,13 Pariser Linien, gemÀà der exakten, die FlĂ€che genau bewahrenden Ratio, zurĂŒckgerechnet. Der frĂ€nkische FuĂ misst also 139,13 Ă (2â2 / 3) â 134,67784 Pariser Linien, der sĂ€chsische KönigsfuĂ somit 139,13 Ă (12 / (3â15)) â 126,98196 Pariser Linien.
Bereits der NĂŒrnberger Astronom Johann Philipp von Wurzelbauer und der französische Metrologe Johann Caspar Eisenschmidtcite-ref-14[14] (1737) gaben beide den frĂ€nkischen FuĂ mit 134,675 Pariser Linien an, also nur ca. 0,002 % darunter. Im Jahr 1808 ĂŒbernahm Georg Kaspar Chelius in seinem metrologischen Handbuch diesen Wert, wohl gerundet zu 134,7 Pariser Linien. Im Jahr 1830 erhöhte Chelius seinen Wert auf 134,75 P.L., ohne Angabe von GrĂŒnden. Aber selbst der letztere Wert liegt nur ca. 0,0536 % ĂŒber dem, von der salisch-preuĂischen Königsrute ausgehend, exakt zurĂŒckgerechneten Wert des frĂ€nkischen FuĂes.
Der Liudolfinger FuĂ, also der sĂ€chsische KönigsfuĂ der Ottonen, ist in Hamburg mit 127,036 P.L., sowie in Stuttgart mit 127,0 P.L. sehr gut erhalten. Lediglich im Königreich Sachsen selbst, erscheint der sĂ€chsische KönigsfuĂ um etwa 0,0395 % gekĂŒrzt. Dies ist bei der neuzeitlichen Festlegung der alten sĂ€chsischen Feldmesserrute auf genau 182 neue sĂ€chsische Zoll nicht weiter verwunderlich. Nach dem obigen Wert, lĂ€ge die alte sĂ€chsische Feldmesserrute bei etwa 182,1088 gesetzlichen sĂ€chsischen Zoll. Man beachte weiterhin, dass der eigentliche Dresdner FuĂ in Kursachsen, mit recht genau 283 1â3 mm,cite-ref-15[15] etwa 0,05 % lĂ€nger war, als das spĂ€tere gesetzliche MaĂ, festgelegt bei der Umstellung des Königreichs Sachsen auf metrische MaĂe, zu genau 283,19 mm bzw. 125,537 Pariser Linien. Die sĂ€chsische Feldmesserrute zu 182 kursĂ€chsischen Dresdner Zoll ergibt eine sĂ€chsische Feldmesserrute zu 15 Ă 126,9961 P.L., also nur 0,011 % ĂŒber dem in der obigen Tabelle angegebenen Wert.
Diese Abweichungen liegen jedoch allesamt im grĂŒnen Bereich, der bei den alten LĂ€ngenmaĂen mit ca. ± 0,05 % angesetzt werden kann. Erst zwischen ca. ± 0,05 % und ± 0,10 % befindet man sich in einem gelben Bereich, der dann schon etwas bedenklichen Abweichungen.
Die FuĂwerte dieser Königsruten, in sieben- bzw. elfglatten Werten ausgedrĂŒckt:
Das römische FuĂmaĂ ist bekanntlich von der Nippurelle abgeleitet: 518,616 Ă (16 Ă· 28) = 296,352 Millimeter.
Vom römischen FuĂ gelangt man ĂŒber den bayrischen FuĂ: 296,352 Ă (18 Ă· 16) Ă (14 Ă· 16) = 291,7215 mm
zum frĂ€nkischen FuĂ: 291,7215 Ă (20 Ă· 16) Ă (10 Ă· 12) Ă (10 Ă· 12) = 303,8765625 mm (ca. 134,707 Pariser Linien)
und dann zum alten sĂ€chsischen FuĂ: 303,8765625 Ă (33 Ă· 35) = 286,5121875 mm (ca. 127,009 Pariser Linien).
Der salische FuĂ steht glatt: 113 : (35 Ă 5), also 1331 : 1215, zum sĂ€chsischen KönigsfuĂ. Der elfglatte Wert des ersteren lautet somit 313,8664375 mm und liegt daher mit ca. 139,13574 Pariser Linien, nur unwesentlich (0,0041 %) ĂŒber den festgelegten 139,13000 P.L. des preuĂischen FuĂes.
Verbreitet waren also die frÀnkischen Königshufen
⹠entweder zu: 270 à 12 sÀchsischen Königsruten
⹠oder auch zu: 360 à 15 salischen Königsruten.
âą Die frĂ€nkische GroĂhufe betrug davon die HĂ€lfte.
⹠Die frÀnkische Landhufe maà ein Viertel der Königshufe.
⹠Die frÀnkische Kleinhufe betrug von der letzteren erneut die HÀlfte.
SpĂ€tere HufenmaĂe
Im gesamten Hochmittelalter hielt man an den althergebrachten, frĂ€nkischen MaĂen der Hufe fest. Im SpĂ€tmittelalter hingegen und hier zuerst besonders im baltischen Raum kamen dann auch andere HufenmaĂe auf. Nachdem die Binnenkolonisierung innerhalb des Reiches zu guten Teilen abgeschlossen war, begann die Ostsiedlung des Deutschen Ordens. Der Deutschordensstaat aber lag auĂerhalb der Grenzen des HRR und man fĂŒhlte sich dort somit nicht mehr an die alten frĂ€nkischen HufenmaĂe gebunden. Es entstanden regionale HufenmaĂe zu zumeist 30 regionalen Morgen. Diese Entwicklung schrieb sich spĂ€ter auch innerhalb des Reiches fort, sodass es auch hier zu von der frĂ€nkischen Hufe abweichenden, regionalen LandesmaĂen kam.
HufenmaĂe auĂer- und innerhalb des Heiligen Römischen Reiches
| Land oder Stadt | Definition | Def.-Einheit __________ Quadratrute | Quadratrute __________ QuadratfuĂ | Hektar | Ref. |
|---|---|---|---|---|---|
| Fulda | 30 Morgen | 160 | 144 | 0 5,5311 | [ 16 ] |
| Frankfurt a. M. | 30 Morgen | 160 | 100 | 0 6,0752 | [ 17 ] |
| PreuĂen | 30 Morgen | 180 | 144 | 0 7,6597 | [ 18 ] |
| Mecklenburg | 25 Morgen | 240 | 256 | 13,0070 | [ 19 ] |
| Oletzko | 30 Morgen | 300 | 196 | 15,6484 | [ 20 ] |
| Danzig | 30 Morgen | 300 | 225 | 16,6664 | [ 20 ] |
| Kulm (alt) | 30 Morgen | 300 | 225 | 16,7962 | [ 20 ] |
| Brandenburg (alt) | 30 Morgen | 400 | 144 | 17,0215 | [ 21 ] |
| Kulm (neu) | 30 Morgen | 300 | 225 | 17,3389 | [ 20 ] |
| Soldin | 30 Morgen | 300 | 225 | 17,5836 | [ 20 ] |
| Polen (alt) | 30 Morgen | 300 | 225 | 17,9550 | [ 20 ] |
| Pommern | 30 Morgen | 300 | 256 | 19,6526 | [ 20 ] |
| Sachsen | 36 Acker | 300 | 225 | 19,9223 | [ 13 ] |
| KĂŒstrin | 30 Morgen | 300 | 225 | 20,6175 | [ 20 ] |
| Litauen | 30 Morgen | 300 | 225 | 21,3679 | [ 20 ] |
| Neumark | 30 Morgen | 300 | 225 | 22,6953 | [ 20 ] |
Die sÀchsische Hufe betrÀgt, laut Walter Heinich, 36 sÀchsische Acker.
Sie steht genau 10 : 24 zur frÀnkischen Königshufe. Auch die sÀchsische Hufe war wohl in Vielfache und Untervielfache gegliedert.
Hufenvielfache am Beispiel Pommerns
Wie schon die frĂ€nkischen, so waren auch die spĂ€teren HufenmaĂe als Vielfache gegliedert.
| Hufen in Pommern | Definition | Rute 2 | Quadratrute __________ QuadratfuĂ | Ratio | Hektar |
|---|---|---|---|---|---|
| HÀger- oder flÀmische Hufe | 60 Morgen | 18.000 | idem | 2 | 39,3052 |
| Tripel-Hufe | 45 Morgen | 13.500 | idem | 0 1 1 â 2 | 29,4789 |
| Pommersche Land-Hufe | 30 Morgen | 0 9000 | 16 Ă 16 = 256 | 1 | 19,6526 |
| Priester-Hufe | 20 Morgen | 0 6000 | idem | 2 â 3 | 13,1017 |
| Hacken- oder wendische Hufe | 15 Morgen | 0 4500 | idem | 1 â 3 | 0 9,8263 |
| Quelle: Vergleichungen der [âŠ] MaaĂe und Gewichte, Johann Albert Eytelwein, 2. Auflage, Berlin 1810. Online | Quelle: Vergleichungen der [âŠ] MaaĂe und Gewichte, Johann Albert Eytelwein, 2. Auflage, Berlin 1810. Online | Quelle: Vergleichungen der [âŠ] MaaĂe und Gewichte, Johann Albert Eytelwein, 2. Auflage, Berlin 1810. Online | Quelle: Vergleichungen der [âŠ] MaaĂe und Gewichte, Johann Albert Eytelwein, 2. Auflage, Berlin 1810. Online | Quelle: Vergleichungen der [âŠ] MaaĂe und Gewichte, Johann Albert Eytelwein, 2. Auflage, Berlin 1810. Online | Quelle: Vergleichungen der [âŠ] MaaĂe und Gewichte, Johann Albert Eytelwein, 2. Auflage, Berlin 1810. Online |
Der Begriff der âflĂ€mische Hufeâ muss hierbei nur als GröĂenordnungsangabe verstanden werden.
(Ăhnlich wie zum Beispiel die âBrabanter Elleâ gut ein halbes Dutzend lokal angepasste, absolute LĂ€ngenwerte besaĂ.)
Regionale Unterschiede im Gebrauch der Hufe
âą In Norddeutschland bezeichnete die Hufe dann auch eine Vollbauernstelle an sich. Der Bauer auf einer solchen Stelle war als Hufner vollberechtigtes Mitglied der Dorfgemeinschaft und konnte im Rahmen des im Dorf geltenden Rechts eigenverantwortlich wirtschaften und sich an der bĂ€uerlichen Selbstverwaltung beteiligen. In vielen Gegenden erhielt sich die Hufenverfassung der Dörfer bis in das 18. Jahrhundert und wurde erst mit der Verkoppelung aufgehoben. Eine Sonderform der DorfgrĂŒndung mit Hufen stellt das Marschhufendorf dar, das hĂ€ufig auch an neu gebauten Deichen angesiedelt wurde.
âą In SĂŒddeutschland und Ăsterreich bedeutete die Hube in der Neuzeit dann eher ein gröĂeres Gehöft mit ausreichenden AgrarflĂ€chen als ein konkretes FlĂ€chenmaĂ. In einer Beschreibung von KĂ€rnten meint sein Autor Graf Rosenberg Ende des 18. Jahrhunderts Folgendes: âEine Landhube soll nach alter Ausschlagung 16 1â3 Tagbau, dann einen Maad, so wie in einiger Weide, Holz und Ströb bestehen.âcite-ref-22[22] Im Bayern des 17. Jahrhunderts und in WĂŒrttemberg besteuerte man die Höfe eher nach dem so genannten âHoffuĂâ, dessen FlĂ€che aber variierte.
âą In Westdeutschland blieb die Hube als legales MaĂ nur im fĂŒrstbischöflichen Fulda und im GroĂherzogtum Frankfurt bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein prĂ€sent.
âą In SĂŒdhessen war das Hubengut eine spezielle Form privaten Landbesitzes
âą In Ostdeutschland sowie in den preuĂischen Ostgebieten des Deutschen Reiches hingegen blieb die Hufe bis zur Ăbernahme des metrischen Systems im Allgemeinen erhalten.
WĆĂłka und Ćan, die polnische Hufe bzw. Lahn
WĆĂłka, die masowische Hufe,cite-ref-23[23] leitet sich von dem Wort wĆĂłczyÄ ab, was âschleppenâ oder âziehenâ bedeutet.
âą WĆĂłka reĆska (ârheinische Hufeâ) entspricht 7,6597 Hektar.
âą WĆĂłka cheĆmiĆska (âKulmer Hufeâ) entspricht 17,838 Hektar.
Das polnische Wort Ćan geht wohl auf das deutsche Wort Lehen, Althochdeutsch lÄhan, zurĂŒck.
Als FlĂ€cheneinheit ist im Deutschen der Begriff âLahnâ belegt, seit etwa dem 13. Jahrhundert als Lehnwort im Polnischen.
Infolge der Teilungen Polens galten in Kleinpolen seit Ende des 18. Jahrhunderts österreichische MaĂe:
| Polnisch | Deutsch | Ratio (Morgen) | Ar |
|---|---|---|---|
| Ćan | Lahn | 48 | 27,6223 ha |
| Morga | Morgen | 1 | 57,5464 ar |
| Miara | Metze | 1 â 3 | 19,1821 ar |
| PrÄt 2 | Rute 2 | 1 â 400 | 14,3866 mÂČ |
| SÄ
ĆŒeĆ 2 | Klafter 2 | 1 â 1600 | 0 3,5967 mÂČ |
| Stopa 2 | FuĂ 2 | 1 â 1/57.600 | 0 0,0999 mÂČ |
Das österreichische Joch, wurde aber mit Morga ĂŒbersetzt.cite-ref-24[24]
AuĂerdem gab es eine polnische Ćan zu 48 Morga.
Oxgang oder Bovata, die englische Kleinhufe
Die englische Kleinhufe, der oxgang (auch: bovate), misst knapp ĂŒber sechs Hektar. Sie versteht sich als diejenige AckerflĂ€che, die von einem Ochsengespann beim PflĂŒgen im Lenz bewĂ€ltigt werden kann.
Die LĂ€nge dieses Referenzfeldes der Landvermesser betrĂ€gt 990 FuĂ, also 60 englische Ruten oder genau 1 1â2 Furlong.
Daher misst die englische Kleinhufe ([660 Ă 0,3048] Ă [990 Ă 0,3048]) = 60.702,846 336 mÂČ, also etwas mehr als sechs Hektar.
Englische Hufenvielfache
| Hufenname | Englisch | Anglo-Norm. | Anglo - Lat. | Acres | RuteÂČ | Hektar | Ratio |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Königshufe | hide, ploughland | charrue, charruée | Carucata | 120 Acker | 19.200 | 48,5623 ha | 8 |
| GroĂhufe | â | â | â | 0 60 Acker | 0 9600 | 24,2814 ha | 4 |
| Landhufe | yardland | vergée | Virgata | 0 30 Acker | 0 4800 | 12,1406 ha | 2 |
| Kleinhufe | oxgang | bovée | Bovata | 0 15 Acker | 0 2400 | 0 6,0703 ha | 1 |
Der frÀnkischen Königshufe zu 120 FrÀnkischen Acker gleich 47,9 Hektar entspricht die englische hide (auch ploughland, carucate genannt) zu 120 englischen Acres gleich 48,6 Hektar.
FĂŒnfzehn Acres gleich zwölf Heredia
Ein besonderes Augenmerk muss der englischen Kleinhufe, dem sogenannten Oxgang, gewidmet werden, da dieses normannische Referenzfeld die englischen FlĂ€chen- und LĂ€ngenmaĂe direkt bezĂŒglich der römischen MaĂe definiert.
Es kann jedoch als sicher gelten, dass diese Definition nicht eine originĂ€re Leistung der normannischen Metrologen erst nach der Eroberung Englands war. Vielmehr handelte es sich hierbei nur um die konkrete und rechtskrĂ€ftige Umsetzung eines Wissens, das schon seit mehreren Jahrhunderten verfĂŒgbar war. Bekanntlich lieĂen die Normannen Ende des elften, Anfang des 12. Jahrhunderts zum Aufbau des Landes nicht wenige Gelehrte und Verwaltungsfachleute sowohl aus dem kapetingischen Westreich als auch aus dem liudolfingischen Ostreich nach England kommen. Auf dem Kontinent aber muss diese metrologische Ableitung schon lange bekannt gewesen sein, da jene die Voraussetzung ist fĂŒr die Entstehung sowohl des eigentlichen rheinischen FuĂes, der ja auch karolingischer FuĂ genannt wird, als auch des rheinischen HandelsfuĂes, des kölnischen FuĂes. Beide stehen jeweils 36 : 35 beziehungsweise 33 : 35 zum spĂ€ter englisch genannten FuĂmaĂ. Dass aber die englischen MaĂe von den römischen und nicht etwa von den rheinischen MaĂen hergeleitet sind, geht aus der elfglatten Definition der englischen Ackerbreite zu 660 FuĂ klar hervor.
Die zuerst etwas befremdlich erscheinende Wahl des Furlongs zu genau 660 Fuà erweist sich aber tatsÀchlich als wohl gewÀhlt.
Der Grund fĂŒr diese geflissentliche Einbringung des Primfaktors elf ist genau der gleiche wie der fĂŒr die EinfĂŒhrung des Faktors sieben in die 14-FuĂ-Feldmesserruten des HRR. In der Tat erlauben sowohl elfglatte als auch siebenglatte Ruten dank einer seit der Antike bekannten Approximation, der Diagonale eines Quadrates einen rationalen Wert zuzuweisen. Sicherlich schon lange bevor Theon von Smyrna diese Approximation â2 â 99 Ă· 70 schriftlich vermerkte, wurde sie in der Praxis der Feldvermesser sehr hĂ€ufig benutzt. Ihr relativer Irrtum liegt nur bei + 0,0051 %, also sehr weit unterhalb der in der Landvermessung notwendigen und praktisch erreichbaren PrĂ€zision.
Die Landvermesser machten sich diesen ihnen natĂŒrlich bekannten NĂ€herungswert zu Nutze, um ein klares, rationales VerhĂ€ltnis zwischen den neuen, spĂ€ter und bis heute englisch genannten MaĂen und den alten römischen zu etablieren. Dazu bestimmten sie, dass 16 römische Arpent (actus quadrati), also auch acht römische Joch (iugera) oder vier römische Erbteile (heredia), zukĂŒnftig genau fĂŒnf spĂ€ter englischen Acker (acres) entsprechen solle, wobei das römische Arpent eine quadratische FeldflĂ€che von zwölf römischen Zehn-FuĂ-Ruten (perticae) SeitenlĂ€nge ist.
GemÀà dieser Definition gilt: Die Breite der englischen Kleinhufe, in der Grafik oben in rot, ist gleich der Diagonalen des römischen Referenzfeldes zu vier Heredia (sechzehn Arpent), oben in blau.
Die PfluglĂ€nge der Furche, das heiĂt der Furlong, die Breite des englischen Referenzfeldes Oxgang, betrĂ€gt also (480 Ă 0,2963 m Ă· 70) Ă 99 = 201,168 Meter. Der Furlong betrĂ€gt bekanntlich 660 englische FuĂ. Daher ist der englische FuĂ 201,168 Ă· 660 = 0,3048 Meter.
Seither unterhalten der englische Fuà und der römische Fuà die Ratio 36 : 35.
Die bekannten englischen LĂ€ngen- und FlĂ€chenmaĂe sind vor der Eroberung Englands durch die Normannen auf den Britischen Inseln nicht attestiert. Erst nach der Annahme des Oxgangs, also der englischen Kleinhufe, wurden sie in England dann verbindlich.
HofgröĂen nach FlĂ€che
Dreiviertelhufe, Halbhufe, Viertelhufe, Achtelhufe
Diese finden sich auch als Bezeichnungen wie Halbbauer, in dem Sinne, dass der Hof nur mehr notdĂŒrftig zur Stillung des Lebensbedarfs reichte, und Zuarbeit notwendig war (Kleinbauern). Ein Viertel- oder Achtelhof war dann nur mehr eine Nebenerwerbslandwirtschaft, etwa von kleingewerbetreibenden Handwerkern oder Zuarbeitern (Frondienstler), regional auch GĂ€rtner genannt.
Siehe auch
:
GroĂvieheinheit (Milchkuh = 1 GV/ha)
Sonstiges
Als Dotalhufe bezeichnet man die Vergabe einer Hufe im Rahmen einer Dotation insbesondere an die Kirche.
Siehe auch
Literatur
âą C. L. W. Aldefeld: Die MaĂe und Gewichte [âŠ] in ihren gegenseitigen VerhĂ€ltnissen. Cotta, Stuttgart/TĂŒbingen 1838.
âą Franz Engel: Mittelalterliche HufenmaĂe als siedlungsgeschichtliche Quellen. In: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft Band 6, 1954, S. 272â287.
âą Sebastian GrĂŒninger: Hube. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
âą D. HĂ€germann, A. Hedwig: Hufe. In: Lexikon des Mittelalters.
âą Hermann Kellenbenz, G. Philipp: Hufe. In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Band II. Schmidt, Berlin 1978, Spalten 248â251.
âą Johann Friedrich KrĂŒger: VollstĂ€ndiges Handbuch der MĂŒnzen, MaĂe und Gewichte. [âŠ] G. Brasse, Quedlinburg/Leipzig 1830, S. 126 f.
âą Alfred Meiche: Der alte Zellwald an der Freiberger Mulde. In: Neues Archiv fĂŒr SĂ€chsische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 41. Dresden 1920.
âą Johannes Paul Langer: Heimatkundliche StreifzĂŒge durch Fluren und Orte des Erzgebirges und seines Vorlandes. Schwarzenberg/Sachsen 1931.
âą August Meitzen: Volkshufe und Königshufe in ihren alten MaĂverhĂ€ltnissen. Laupp, TĂŒbingen 1889.
âą Schweizerisches Idiotikon, Band II. Huber, Frauenfeld 1885, Spalten 957â963, Artikel Hueb IV mit Zusammensetzungen und Ableitungen (Digitalisat).
âą Johann Baptist von Weiss: Zur Geschichte deutscher Volksrechte im Mittelalter. Band 2. Hurter, Schaffhausen 1866, S. 372 ff. (Kapitel XXVI. In: Archive.org).
Weblinks
Wiktionary: Hufe
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Hube, Hufe (FlĂ€chenmaĂ) (Memento vom 13. September 2016 im Internet Archive) In: nieder-kainsbach.de
âą Gemeinde Maria Rain in KĂ€rnten (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) â Untertanen, Bauern, Huben & Keuschen (private Homepage)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Georg Landau: Die Territorien in Bezug auf ihre Bildung und ihre Entwicklung. Friedrich und Andreas Perthes, Hamburg/Gotha 1854, S. 4.
cite-note-lb1375-einfuehr-22. â Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. In: Johannes Schultze (Hrsg.): Brandenburgische LandbĂŒcher. Band 2 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission fĂŒr die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt Berlin). Band VIII, 2. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Zur EinfĂŒhrung, S. XIâXXIII (Digitalisat in UniversitĂ€tsbibliothek Potsdam).
cite-note-33. â Bernd SteinhĂ€user: Die Verwaltung kirchlicher FlĂ€chen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, veröffentlicht in: Doris Schmied und WĂŒstenrot Stiftung (Hrsg.): Kirche im Dorf, 2020, Druckerei Raisch GmbH, ISBN 978-3-96075-007-9, S. 51â57.
cite-note-44. â Franz J. Beranek: Das Lahn. Zur germanisch-slawischen Kulturverflechtung. In: Gerhard Heilfurth, Hinrich Siuts (Hrsg.): EuropĂ€ische Kulturverflechtungen im Bereich der volkstĂŒmlichen Ăberlieferung. Festschrift zum 65. Geburtstag von Bruno Schiers. Otto Schwartz, Göttingen 1967, S. 97
cite-note-55. â Angelo Martini: Manuale di metrologia. Edition Loescher, Turin 1883, S. 414.
cite-note-66. â Angelo Martini: Manuale di metrologia. Edition Loescher, Turin 1883, S. 47.
cite-note-77. â Angelo Martini: Manuale di metrologia. Edition Loescher, Turin 1883, S. 198.
cite-note-88. â Vergleiche die spĂ€tmittelalterliche Handschrift: M 34b: âDas Schöffenrecht der Dresdner Handschriftâ, SLUB Dresden, publiziert von Hermann Wasserschleben: Sammlung deutscher Rechtsquellen. Kapitel CIII. Ernst Heinemann, GieĂen 1860, S. 91.
cite-note-99. â Angelo Martini: Manuale di metrologia. Edition Loescher, Turin 1883, S. 24.
cite-note-1010. â Angelo Martini: Manuale di metrologia. Edition Loescher, Turin 1883, S. 749.
cite-note-1111. â Diedrich Ehmck, Wilhelm von Bippen: Bremisches Urkundenbuch. Bd. 1. Urkunden bis 1300. Hrsg. v. D. Rudolf. Bremen 1873, S. 28. (lateinisch: âquĂŠ mansio in longitudine septingentas et viginti, in latitudine vero triginta habet regales virgasâ) Zu deutsch: âdiese Manse hatte eine LĂ€nge von 720, in der Breite jedoch misst sie 30 Königsrutenâ.
cite-note-1212. â Angelo Martini: Manuale di metrologia. Edition Loescher, Turin 1883, S. 74.
cite-note-khufe-1313. â Walter Heinich: Königshufen, Waldhufen und sĂ€chsische Acker. (Memento vom 16. MĂ€rz 2012 im Internet Archive) In: Neues Archiv fĂŒr SĂ€chsische Geschichte N° 51 (1930) (PDF; 433 kB) Vergleiche: Walter Heinich in seinem kurzen, aber interessanten Artikel zur Königshufe auf Seite 5, letzter Absatz. Wobei er die (salische) Königsrute zu 4,7 Meter, also nur als Halb-Rute nimmt. Siehe obige Anmerkung.
cite-note-1414. â Jo. Cas. Eisenschmidii: De ponderibus et mensuris. [âŠ], Impensis Henr. Leon. Steinii, 1737. Zitat, S. 92: Pes Norimbergensis urbicus est [âŠ] 1346 Ÿ ex 1440.mis Paris. uti me edocuit Nobilissimus Dn. Wurtzelbauer. Zu deutsch: Wie es mich der hervorragende Herr Wurzelbauer lehrte, misst der NĂŒrnberger StadtfuĂ 134,675 Pariser Linien.
cite-note-1515. â Angelo Martini: Manuale di metrologia. Edition Loescher, Turin 1883, S. 198.
cite-note-161. MARTINI, Angelo, Manuale di metrologia, ossia misure, pesi e monete in uso attualmente e anticamente presso tutti i popoli, Torino, Loescher, 1883. â 904 p.; 23 cm / 219, Guido Mura â Biblioteca Nazionale Braidense â online, S. 219. Zuletzt aufgerufen am 22. November 2014.
cite-note-172. MARTINI, Angelo, Manuale di metrologia, ossia misure, pesi e monete in uso attualmente e anticamente presso tutti i popoli, Torino, Loescher, 1883. â 904 p.; 23 cm / 219, Guido Mura â Biblioteca Nazionale Braidense â online, S. 212. Zuletzt aufgerufen am 22. November 2014.
cite-note-183. MARTINI, Angelo, Manuale di metrologia, ossia misure, pesi e monete in uso attualmente e anticamente presso tutti i popoli, Torino, Loescher, 1883. â 904 p.; 23 cm / 219, Guido Mura â Biblioteca Nazionale Braidense â online, S. 74. Zuletzt aufgerufen am 22. November 2014.
cite-note-194. MARTINI, Angelo, Manuale di metrologia, ossia misure, pesi e monete in uso attualmente e anticamente presso tutti i popoli, Torino, Loescher, 1883. â 904 p.; 23 cm / 219, Guido Mura â Biblioteca Nazionale Braidense â online, S. 728. Zuletzt aufgerufen am 22. November 2014.
cite-note-eytelwein-205. Vergleichungen der gegenwĂ€rtig und vormals in den k. preuĂischen Staaten ⊠von Johann Albert Eytelwein, Berlin 1810, S. 37 (online) Zuletzt aufgerufen am 22. November 2014.
cite-note-216. MARTINI, Angelo, Manuale di metrologia, ossia misure, pesi e monete in uso attualmente e anticamente presso tutti i popoli, Torino, Loescher, 1883. â 904 p.; 23 cm / 219, Guido Mura â Biblioteca Nazionale Braidense â online, S. 74. Zuletzt aufgerufen am 22. November 2014.
cite-note-2222. â Online
cite-note-2323. â WĆĂłka, ist es typisch Masowien, die normalerweise nur fĂŒr Masowien und Kresy existieren Ăberlieferungen [âŠ] [in:] "terminu wĆĂłka w znaczeniu jednostki mierniczej uĆŒywano w XV w. gĆĂłwnie na Mazowszu [in:] JĂłzef SzymaĆski. Nauki pomocnicze historii. 2002; "jest miarÄ
przyjÄtÄ
na Mazowszu, âŠi miarÄ
typowo mazowieckÄ
[in:] Kazimierz Tymieniecki. Roczniki historyczne: B. 36â40, 1970.
cite-note-2424. â Angelo Martini: Manuale di metrologia ossia misure, pesi e monete in uso attualmente e anticamente presso tutti i popoli. Loescher, Turin 1883, S. 827 (braidense.it â Edizione digitale a cura di Guido Mura, Milano, Biblioteca Nazionale Braidense, 2003).